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Nov 24

Lesung und Gespräch mit der uigurischen Autorin Gülnisa Erdal

24. November | 18:00 - 20:00

In der aktuellen Diskussion um das Geschehen in Xinjiang finden nur wenige authentische Stimmen aus der Region nach Europa. „Banus Erlösung“ ist der erste Roman aus dem heutigen Xinjiang, der ins Deutsche übersetzt wurde. Auf Chinesisch von einer Uigurin verfasst, stellt er einen besonderen Beitrag zur internationalen chinesischsprachigen (sinophonen) Literatur dar.
Die Universitätsdozentin Banu kehrt 2017 aus dem Ausland nach Hause zurück, weil sie angesichts der vielen erschreckenden Nachrichten und Gerüchte wissen will, was mit ihren uigurischen Verwandten und Landsleuten in Xinjiang tatsäch-lich passiert. Gleich bei ihrer Ankunft wird sie von der alles überwachenden Staats-macht erfasst und läuft Gefahr, in ein Umerziehungslager verbracht zu werden. Im Rahmen der polizeilichen Verhöre blickt Banu auf ihre eigene Vergangenheit zurück und muss erkennen, welche ungeahnte Bedeutung frühere Liebesbeziehungen und Phasen ihres Lebens im Angesicht der Staatsmacht plötzlich bekommen, und wie sie zu einer Gefangenen im eigenen Land wird.
Gülnisa Erdal, zweisprachig mit der Bildungssprache Chinesisch aufgewachsen, war Hochschuldozentin in Xinjiang. Vor wenigen Jahren hat sie China verlassen und lebt heute in Deutschland. Anhand der Geschichte Banus verarbeitet sie literarisch fremde und eigene Erfahrungen und Erlebnisse aus dem heutigen Xinjiang.

Details

Datum:
24. November
Zeit:
18:00 - 20:00
Veranstaltungskategorie:
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Website:
https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/oas/sinologie/institut/termine/Termine-2022/11_24_Lesung.html

Veranstaltungsort

FU Berlin
Fabeckstraße 23-25 (FU-Holzlaube) Hörsaal -1.2009 (Untergeschoss)
Berlin, 14195
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