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Jul 2

Chinesische Regisseurinnen 2018-2020

2.Juli @ 19:00 - 25.Juli @ 17:00

Plakat Heidelberg Chinesische Regisseurinnen

Filmreihe Off- und Online

Die letzten Jahre haben in China eine Reihe an bemerkenswerten Filmen von Regisseurinnen gesehen: Erstlingswerke wie auch Streifen etablierter Filmemacherinnen, die durch Qualität und Eigenwilligkeit beeindrucken. Auffallend ist eine offensichtliche Auseinandersetzung mit Familienthemen: das Heranwachsen und langsame Erwachsenwerden junger Menschen, oft junger Mädchen, das mit ernsten Fragen des Lebens oder ersten Abschiedserfahrungen einhergeht; die konfliktgeprägte Mutter-Tochter-Beziehung, Verlust und Reifeprozesse. Feinfühlige menschliche Analysen sind eingebettet in farbenprächtige Naturaufnahmen. Die Frage, inwieweit diese Familienbilder stellvertretend für nationale Strukturen und Gegebenheiten verstanden werden können, bleibt den Zusehern überlassen. In jedem Fall werden sie um menschliche Erfahrungen und Einsichten bereichert.

Offline (und Teils Online)

Freitag, 2.7., 19:00 Uhr. Karlstorkino (Heidelberg)

《第一次的离别》A First Farewell (Di yi ci de li bie)

China, 2018 / Original Uigurisch, Mandarin mit engl. UT, 86min / Regie: Wang Lina

Tief im Nordwesten Chinas lebt Isa in einer uigurischen Dorfgemeinschaft. Neben der Schule und der Arbeit auf dem kleinen Hof seiner Eltern verbringt er unbeschwerte Tage mit seinen Freunden. Bis die Außenwelt ihm immer mehr Abschiede abverlangt.

Wang Lina: Geboren 1987 in Xinjiang. Regie-Studium an der Chinesischen Universität für Medienkommunikation. A First Farewell ist ihr Debütfilm und gewann den Best Asian Future Film Award beim Tokyo International Film Festival wie auch den Großen Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus bei der Berlinale 2019.

 

Samstag, 3.7., 20.00 Uhr. Karlstorkino (Heidelberg) (und 5.-11.7.2021 Online)

《春潮》Spring Tide (Chun Chao)

China, 2019 / O mit deutschen UT, 124min / Regie: Yang Lina

Drei Generationen, jeweils Mutter und Tochter. Anhand einer Familie wird ein eindringliches wie universelles Bild des Lebens und Fühlens chinesischer Frauen gezeichnet. Die rasanten Änderungen im China der letzten Jahrzehnte hinterließen tiefe Gräben zwischen den Generationen.

„Jede von uns ist geprägt durch die Zeit, in der wir leben, und durch unsere Familie. … Dieser Film ist wie ein Spiegel, er reflektiert nicht nur unsere Sorgen, sondern auch alltägliche Themen, Wärme und Hoffnung. “ (Zitat Yang Lina).

Yang Lina, geb 1972, ist eine international anerkannte Regisseurin des unabhängigen chinesischen Dokumentarfilms. Spring Tide ist der zweite Spielfilm einer Trilogie über chinesische Frauen nach Longing for the Rain (2013).

 

Sonntag, 4.7., 11.00 Uhr. Karlstorkino (Heidelberg. (und Online 5.-11.7.2021)

《过春天》The Crossing (Guo chun tian)

China, 2019 / OmengU, 99min / Regie: Bai Xue

Von den Kontrollbeamten kaum beachtet, passiert die 16-jährige Peipei täglich den Übergang zwischen dem chinesischen Festland und Hongkong. Sie träumt von einer Reise nach Japan, doch ihr fehlt das Geld. Auf einer Party lernt sie Hao kennen, der Mitglied einer Schmugglerbande ist. Vorbei an Hochhausschluchten und durch schummrige Lagerhallen führt der Film mitten in die Transitzone zweier Grenzmetropolen. Die Versprechen der Moderne vor Augen und mit brandneuen iPhones im Gepäck, wagt Peipei den riskanten Übergang in die Eigenständigkeit.

Bai Xue, Regie-Studium an der Pekinger Filmakademie. The Crossing ist ihre Lang-Spielfilmdebüt und premierte auf dem Toronto International Film Festival.

 

Online

12.-18.7.2021

《红花绿叶》Red Flowers, Green Leaves (Hong hua, lü ye)

China, 2018 /OmengU, 96min / Regie: Liu Miaomiao

Obwohl der 22 jährige Gubo an einer unbenannten Krankheit leidet, soll er verheiratet werden. Die Eltern der Witwe Asheeyen sind einverstanden, da ihr Mann und große Liebe tragisch verstorben ist. Anfangs unwillig und schwierig, nimmt die Beziehung eine positive Wendung.

Zur Gänze in einem Dorf der Hui Nationalität mit Laiendarstellern gedreht, gibt dieser Film der Regisseurin der 5.Generation Liu Miaomiao (geb. 1962) Einblick in das Leben der moslemischen Ethnie in der Provinz Gansu. Liu Miaomiao wie auch der taiwanesische Autor Shi Shuqing der Erzählung, die diesem Film zugrunde liegt, sind selbst Hui Nationalität.

 

19.-25.7.2021

《长风镇》 Changfeng Town (Changfeng zhen)

VR China 2019 OmengU, 124min / Regie: Wang Jing

Dieser einzigartige Film entführt in einen wundersamen Mikrokosmos von Menschen aller Altersgruppen und verschiedener Professionen. Ihre seltsamen und komischen Geschichten werden aus der Perspektive einer Gruppe umherstreunender Lausbuben gezeichnet. In fünf Episoden entsteht ein magisch-realistisches Bild der imaginären Kleinstadt Changfeng, Die Menschen kennen einander alle und sind mit ihrem Leben zufrieden. Hin und wieder fliegt ein Flugzeug vorbei und erinnert an die Welt außerhalb dieser Kleinstadt. So ist dieser Film auch eine Geschichte des allmählichen Erwachsen-Werdens.

Geprägt von Nostalgie für eine vergangene Zeit, blickt Regisseurin Wang Jing (geb 1981) in ihrem zweiten Film auf ihren Heimatort.

 

19.-25.7.2021: Summer is the Coldest Season

《少女佳禾》Summer is the Coldest Season (Xiao nü Jiahe)

China, 2020 / OmengU, 121min /Regie: Sun Zhou

Die sensible, introvertierte Jiahe lernt den Jungen Yu Lei kennen, der in direkter Verbindung mit dem Tod ihrer Mutter steht, er wurde frühzeitig aus der Besserungsanstalt entlassen. Wie ein Puzzle setzt sich Stück für Stück die Geschichte zusammen, kompromisslos führt der Film durch die komplexen Gefühlsprozesse des jungen Mädchens, die sie ihrem Vater wieder näherbringen und sie letztlich zur Vergebung führen.

Summer is the Coldest Season ist eine eigenwillige coming-of-age Geschichte. In ihrem Debütfilm beweist Regisseurin Zhou Sun ihr Talent als Erzählerin psychologischer Prozesse.

Details

Beginn:
2.Juli @ 19:00
Ende:
25.Juli @ 17:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
Website:
https://konfuzius-institut-heidelberg.de/event/chinesische-regisseurinnen-2018-bis-heute-rueckbesinnung-auf-die-familie/

Veranstaltungsort

Online

Veranstalter

Karlstorkino Heidelberg
Konfuzius-Institut Heidelberg
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