Sonderwirtschaftszone

Eine Sonderwirtschaftszone (jingji tequ 经济特区) ist ein Gebiet innerhalb eines Staates, in dem besondere, Wirtschaft und Investitionen fördernden Regelungen wie niedrige Steuern, geringe Zölle oder vereinfachte Verwaltungsprozesse gelten. In der Volksrepublik China gibt es seit 1980 Sonderwirtschaftszonen. Diese wurden im Rahmen der Reform- und Öffnungspolitik eingerichtet, um ausländische Investoren anzulocken und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Zu den ersten Sonderwirtschaftszonen in der Volksrepublik China gehörten Shenzhen 深圳, Zhuhai 珠海 und Shantou 汕头 (alle in der südchinesischen Provinz Guangdong 广东) sowie Xiamen 厦门 (in der südchinesischen Provinz Fujian 福建). 1988 wurde die gesamte Provinz Hainan 海南 im Süden Chinas und 1990 das Stadtviertel Pudong 浦东 in Shanghai zur Sonderwirtschaftszone. Im Jahr 2010 kam außerdem die Stadt Kashgar in der nordwestlichen Provinz Xinjiang 新疆 hinzu.

Nicht zu verwechseln ist die Sonderwirtschaftszone mit der Sonderverwaltungszone.

Synonyme:
Special Economic Zone, SEZ, 经济特区, 經濟特區
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