Heteronormativität

Heteronormativität ist ein System, das eine Gesellschaft ordnet und die Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität wesentlich beeinflusst. Darin gelten die binäre Geschlechterzuordnung Frau/Mann und Heterosexualität als soziale Norm. Der Heteronormativität entsprechend können Menschen nur weiblich oder männlich sein. Die gesellschaftlich konstruierten Vorstellungen von Geschlecht bestimmen auch, wie sich Frauen und Männer verhalten und nach außen präsentieren sollen (feminine/maskuline Geschlechtspräsentation). Menschen, die der Heteronormativität entsprechen, werden institutionell privilegiert. Heteronormativität äußert sich ebenso in sozialen und kulturellen Praxen wie die standardmäßige Anrede mit Frau/Herr, der Einteilung öffentlicher Toiletten nach Frau/Mann oder der Überpräsenz heterosexueller Paare in Film und Fernsehen.

Siehe dazu auch die Begriffssammlung des Vereins ABqueer e.V.: https://abqueer.de/informieren/begriffe/.

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